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Hotel Very Welcome (Special Edition, 2 DVDs)
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| Custom Reviews: | |
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|  | Wer noch nie selbst in Asien unterwegs war, wird mit diesem Film vielleicht nicht viel anfangen können, aber für alle Traveller ist dieser Film ein absolutes Muss ! Warum ? Schaut ihn Euch selbst an, Ihr werdet es nicht bereuen.
| |  | I went to watch this movie just because I've been in South-east Asia myself and it was interesting for me to see how a German director would show the places where I have been. To be honest, I didn't expect much. But I was very surprised to find out, that it was a very non-German, charming film.
| | oberflächlich und traurig | |
|  | was am anfang recht nett daherkommt, wirkt in der mitte eigentlich nur noch ermüdend. einfache charaktere, keine entwicklung und keine greifbare geschichte. erweckt der film am anfang noch das gefühl einer dokumentation, wird das sehr schnell durch die holprigen dialoge wettgemacht und man begreift, daß jeder dokumentationscharakter durch das schreiben eines drehbuchs vermasselt wurde.
die charaktere sind alle durchweg deprimierend und sollte die welt des backpackens wirklich auch nur annähernd so aussehen, müßte man ein gesetz erlassen, daß allen backpackern verbietet das land zu verlassen. "therapie für idioten" hätte als titel besser gepaßt.
der reiz an der geschichte berührt vielleicht alle, die ihre schwindende jugend nicht aufgeben können und noch immer techno hören, indien als ein blühendes land der liebe sehen und nebenbei versuchen vor sich selbst davonzulaufen. was eine böse satire hätte sein können, ist mehr ein herumgeplänkel in den geschichten von leuten, die einem an der bushaltestelle nicht auffallen würden.
es wird viel geredet und der großteil davon ist furchtbar belanglos. auch wenn es ein erstlingsfilm ist, kann man ihm nicht alles verzeihen. eines hat er aber voll und ganz erreicht - jegliche lust aufs reisen wird gebremst. da helfen auch keine amateuraufnahmen der landschaft, da hilft auch kein durchgeschwitztes rumgetanze in der manier von matrix II.
selbst eva löbau, die in "der wald vor lauter bäumen" genial war, kann die geschichte nicht retten, und es ist schade, daß sie die langweiligsten sätze bekommt, während sie im wasser vor sich hinplätschert.
der film hätte potential haben können. doris dörrie hat es in "erleuchtung garantiert" gezeigt. sie erweckt nähe zu unsympathischen charakteren, sie läßt sie eine reise antreten und nimmt den zuschauer mit. hier aber werden dem zuschauer depressive geschichten von recht dumm wirkenden charakteren präsentiert und das könnte auch passen, wenn es in der welt des films nichts mehr zu sagen geben würden. gibt es aber. und dieser film hüllt sich in belangloses schweigen.
| |  | Da ich selber Traveller bin, kann ich nur sagen das dieser Film absolut das Travellerfealing trifft. Wenn man mal seinen Freunden oder Eltern zeigen will warum man vom Reisen so besessen ist, dann ist das genau der richtige Film. Ich war so erstaunt darüber, wie wunderbar, umfassend und detailgenau die unterschiedlichen Leute porträtiert wurden. Für mich der beste Film des letzten Jahres.
| |  | Ich bin doch immer wieder überrascht? da ich kein Freund deutscher Filme bin und mich bis jetzt fast jeder doch wieder gewagte Ausflug in die Gefilde deutscher Film"kunst" enttäuscht zurückgelassen hat, freut es mich umso mehr, wenn mein Mut ab und an auch mal belohnt wird. So geschehen bei bei "Hotel Very Welcome", der einfach total klasse ist.
Filmstudentin Sonja Heiss liefert mit "Hotel Very Welcome" ihren Abschlussfilm ab. Es geht um Backpacker (Rucksackreisende) in Thailand und Indien. Obwohl es sich um einen Spielfilm handelt, die Schauspieler gecastet wurden und auch ein Drehbuch existiert, mutet dieser Film mehr als dokumentarisch an. Und das fand ich großartig! Ich war überrascht von der Natürlichkeit und Authentizität von Darstellern und Geschichte, alles wirkt völlig ungekünstelt und echt, nicht im Mindesten aufgesetzt oder unrealistisch.
Erzählt wird die Geschichte von Josh und Adam, zwei Engländern an den Stränden Koh Phangans (Thailand). Sie sind auf der Suche nach Spaß und Mädchen, wobei das persönliche Ranking der Beiden auf den Plätzen 1, 2 und 3 Däninnen, Schwedinnen und Engländerinnen vorsieht. Auf Koh Phangan angekommen, frönen sie Strand, Alkohol und Partys, bis Adam das Geld ausgeht und er Josh anpumpen muss. Von da an geht es bergab mit der Freundschaft der Beiden. Josh stellt sich als arroganter, kleinkarierter und extrem sexistischer ("Nenn mir einen Grund, der gegen Vergewaltigung spricht") Idiot heraus, der - trotz definitiv vorhandener Intelligenz - rhetorisch immer wieder danebengreift.
Marion ist auf der Flucht vor der gerade hinter sich gebrachten Trennung auf Zeit von Freund Thomas und vor sich selbst. Sie hofft auf Erleuchtung im indischen Poona, wo einst der bärtige Baghwan seinen Ashram aus der Taufe hob. Sie singt, sie tanzt, sie meditiert, sie redet (sehr langsam) und kommt doch nicht dort an, wo einige der anderen Ashram-Bewohner mental schon (etwas zu) lange sind. Sie wirkt bemüht, aber verloren. Sie sucht Halt und Erklärungen und findet letztendlich doch nur heraus, dass man nur durch Rumhüpfen und schwachsinnige Lieder singen seine Probleme nicht lösen kann.
Liam aus Irland ist entweder völlig dichtgekifft und gut drauf, oder klaren Kopfes und latent deprimiert. Dank eines One-Night-Stands sieht er Vaterfreuden entgegen, was ihn stante pede nach Indien hat abhauen lassen. Er wohnt in irgendwelchen heruntergekommenen Absteigen, reist samt Kamel und Führer durch die Wüste und landet letztendlich dort, wo alle Backpacker in Indien landen - in Goa. Er ist ein lakonischer, schusseliger, liebenswerter Kerl, der vor seiner Verantwortung in Irland davonläuft und in Indien Bussen, Zügen und Flugzeugen permanent hinterherläuft.
Schlussendlich erleben wir Svenja, die eigentlich von Bangkok aus nur weiter nach Shanghai fliegen wollte, ihren Anschlussflug aber beim besten Willen nicht auf die Reihe bekommt. Sie sitzt im Hotel und versucht, dem thailändischen Reisebüro klarzumachen, was sie möchte, was aufgrund der unzureichenden Englischkenntnisse der Reisebüromitarbeiter ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint. Ein Glück! So kommen wir nämlich in den Genuss der bizarrsten Telefonate, denen ich je lauschen durfte. Der Flirt zwischen einer leicht seltsamen Deutschen und einem radebrechend englisch sprechenden Thai gehört definitiv zu den absurdesten Balzversuchen, die je die Leinwand erblicken durften. Herrlich!
Sonja Heiss bedient sich weder besonderer Tricks und Kniffe, auch technisch ist dieser Film bestenfalls Durchschnitt und kann nicht durch Innovation bestechen, viel Geld stand ebenfalls nicht zur Verfügung, es wurde in deutsch, englisch, indisch und thailändisch gedreht (und deutsch untertitelt), alles Indizien, die eigentlich auf ein höchstens mittelmäßiges Erstlingswerk schließen lassen. Au contraire! Dieser kleine, feine Film ist witzig, anmutig, skurril, offenbarend, erfrischend und einfach "anders". Ich möchte am liebsten sofort meinen Rucksack packen und losfahren? Mit Josh und Adam auf Koh Phangan auf einer Full-Moon-Party abfeiern, mit Liam mal einen ausdiskutieren, während wir auf Kamelen durch die Wüste zockeln, mit Marion im Ashram tanzen und die Kunst des Meditierens lernen und Svenja? ja, der möchte ich einfach nur beim Telefonieren zuhören.
Dies ist kein Film für 5-Sterne-All-Inclusive-Cluburlauber! Kein Film für Ungeduldige und kein Film für Mainstreamer! Aber Backpacker werden ihn LIEBEN! Und alle Anderen, die vielseitig interessiert sind, ein Faible für Asien und alternativen Urlaub haben und sich von Filmen gerne überraschen lassen. So, ich muss weg? zur nächsten Party nach Thailand oder zur Selbstsuche nach Poona, völlig egal. Hauptsache, ich erlebe irgendwas von dem, was ich in "Hotel Very Welcome" gesehen habe!
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