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Hotel Ruanda
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| Editorial Reviews: | |  |  | | Universum Film Hotel Ruanda (preisgekrönt!), USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 19.12.05 |  |
| Custom Reviews: | |
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| Ein grandioses und einzigartiges Meisterwerk | |
|  | Dieser Film verspricht mehr als man sich wohl je hätte vorstellen können. Er ist packend und lässt einen keine Minute los. Sehr bewegend und emotional. Gute historische Verarbeitung tolle Regie und Spitzenbesetzungen machen diesen Film einzigartig! Selten so guten Film gesehen...nicht in Worte zu fassen!!! Einfach nur schauen und begreifen.
| | Ein gescheiterter Versuch | |
|  | Ein Film, der unter die Haut gehen und zugleich auf eine unvergleichbare Katastrophe aufmerksam machen soll, die unter den blinden und ignoranten Augen des Westens in einem kleinen Afrikanischen Land 1994 geschah... Soweit so gut. Zweites schafft dieser Film schon nur durch seine Existenz, er will wider spiegeln, was damals in Ruanda geschehen ist, ohne es zu "Hollywoodisieren". Drei Oscarnominierungen gab es dafür, ob diese begründet waren sei dahin gestellt. Nur ein bestimmtes anrührendes Thema macht einen Film noch lange nicht zum Edelstein. Ein "Dieser Film beruht auf wahren Begebenheiten" zu Beginn macht das ganze zwar beklemmender, ändert aber an der zum Teil schlechten Qualität gar nichts. Terry George, ein weitestgehend unbekannter Drehbuchautor und Regisseur widmet sich gern "wahren Begebenheiten" und dreht seine Filme in scheinbar edler Absicht, beherrscht nur sein Handwerk nicht annähernd wie die großen Vorbilder (etwa Spielberg in Schindler's Liste).
Ruanda im Frühjahr `94: Ein Hotelbesitzer rettet über 1200 Menschen, die in seinem Hotel Zuflucht finden vor mordenden Milizen der Hutu, einer Bevölkerungsgruppe, die sich von den Tutsi abgrenzen will, sich ihnen überlegen fühlt und sie daher in einem Völkermord erbarmungslos umbringt. In "Hotel Rwanda" wird alles versucht um die Beklemmung und Verzweiflung jener Tage in filmische Maße zu pressen, was kläglich scheitert. Ein tragischer Höhepunkt jagt den nächsten, untermalt von Musik, die manchmal ein bisschen unpassend und aufgezwungen wirkt. Man will große Bilder zeigen, aber bleibt in der Perspektive des Hauptdarstellers, was einfach nicht zusammen passt. Man schockiert, jedoch auf teils primitivste Weise, sodass es schon kitschig wirkt. Terry George hat zwar einige große Namen für ein paar Rollen ergattern können (z.B. Jean Reno oder Nick Nolte), diese lindern jedoch die schlechte Leistung anderer Schauspieler bzw. Komparsen im Film nicht wirklich. Die Handlung ist simpel aufgebaut, was - so muss man dem Film doch anrechnen - sicherlich an der möglichst getreuen Wiedergabe der damaligen Ereignisse liegt, nur scheint es (vor allem zum Ende hin) als hätte man nicht mehr genug Material oder Zeit gehabt alles unter einen Hut zu bringen, worunter die Qualität sehr leidet. So wirkt es doch sehr unrealistisch, wenn man einem Flüchtlingsstrom entgegen fährt, einen kurzen Kugelhagel hinter sich lässt und dann plötzlich im rettenden Flüchtlingslager der UN ankommt, in dem man dann auch noch die Verwandten wieder findet. Leider lässt sich auch in diesem Film Schwarz/Weiß Malerei nicht vermeiden, dennoch wird davon abgesehen den Hotelbesitzer "Paul Rusesabagina", gespielt von Don Cheadle, plump zum Helden zu stilisieren. Auch er handelt zu Beginn lediglich in eigenem Interesse und schlägt sogar die Hilfegesuche seiner Frau für einen Nachbarn ab um nicht selbst in Gefahr zu geraten. Nur das allein macht den Film noch nicht sehenswert. Ich empfehle viel eher eine Dokumentation zu diesem Thema, da ich insgesamt doch sehr enttäuscht von Hotel Ruanda" war.
| | Wahrheit und nichts als die bittere Wahrheit - Weltkino!!! | |
|  | Einer der besten und leider auch erschreckendsten Filme die ich je gesehen habe... Beruhend auf einer wahren Geschichte! Weltkino und wirklich sehr sehr sehenswert...über diesen Teil der Geschichte sollte jeder bescheid wissen!
| | Hilflosigkeit und Beschämung | |
|  | Die Geschichte der Menschheit ist geprägt davon, dass wir uns aus ethnischen, religiösen oder staatspolitischen Interessen gegenseitig abschlachten. Man sollte eigentlich erwarten, dass sich das Miteinander in einer modernen Welt mit zunehmender Aufklärung verbessert - doch leider ist das exakte Gegenteil der Fall. Besonders die letzten hundert Jahre sind geprägt von irrwitzigem Hass und Tötungswut, der Millionen meist unschuldige Menschen zum Opfer gefallen sind und es ist nicht absehbar, dass sich in der nahen Zukunft etwas entscheidend bessern würde.
Ich habe "Hotel Ruanda" erst jetzt als TV-Aufzeichnung gesehen. Wie ein anderer Kritiker schon schrieb: vielleicht ist es gerade die Nicht-Darstellung allzu blutiger Details, was diesen Film so eindringlich und beklemmend macht. Das Böse kommt oft leise und unaufhaltsam und die Szene der Straße voller Leichen, die langsam im Nebel sichtbar werden, visualisiert diese Grausamkeit in erschreckend eindringlicher Art und Weise. Man sieht Paul Rusesabagina, dem unglaublich mutigen Hotelmanager zu, wie er -anstatt einfach mit der Familie davon zu laufen- mit seinen bescheidenen Mitteln den Kampf gegen das Unheil aufnimmt und kann es nicht fassen, ist sprachlos und hat die ganze Zeit einen dicken Kloß im Hals. Wie heldenhaft und tapfer muss man sein, so zu handeln? Zu was ist der Mensch alles fähig, im Guten wie im Schlechten?
Nach dem Film fühlt man sich klein, hilflos und beschämt. Wir leben in der westlichen Welt im Paradies und schauen betreten unter uns anstatt zu handeln, um den Wehrlosen zu helfen. Kurze Meldung in den Nachrichten, dann zurück zur Tagesordnung und unsere eigenen "Sorgen" hegen und pflegen. Wie absurd das ist... Jeder einzelne von uns ist auf seine Art und Weise mit schuldig am Unrecht der Welt und Filme wie "Hotel Ruanda" legen den Finger in diese auf ewig blutende Wunde des Menschseins. Ein Film, der weh tut, und etwas besseres kann man fast gar nicht über Filmkunst sagen.
| |  | Nachdem ich diesen Film gesehen hatte, war ich fassungslos. Das vorab. In hoch beeindruckender Weise berichtet der irische Regisseur Terry George vom Völkermord der ruandischen Hutu an den Tutsi, einer ethnischen Minderheit, im Jahr 1994. Und die Welt stand GEWEHR BEI FUSS, denn dort gab es nichts zu schützen, das irgendeinen wirtschaftlichen Nutzen für die Großmächte dieser Welt bedeutete, und Menschenleben haben das Weltgewissen noch nie belastet. Dabei ist eine mehr als heikle Gratwanderung gelungen, denn dieser Stoff hätte genauso gut abgleiten können in einen reißerischen Schinken vor dem Hintergrund einer x-beliebigen Liebesgeschichte. Die Verfilmung der Geschichte des Hotel-Managers Paul Rusebagina ist ein Beispiel für die vorhandene Möglichkeit, geschichtliche Fakten realitätsnah und doch hochspannend filmisch umzusetzen. Wenn man sich die Situation vorstellt, dass UN-Truppen lediglich beauftragt werden, die Touristen sicher aus einem Land zu bringen, während für den Schutz der afrikanischen Zivilisten sich kein Finger rührt, dreht sich einem der Magen um. Keine fiktive Heldenstory, sondern eine nahezu hundertprozentig wahre Geschichte ist die des Hotelmanagers, dessen Geschick und Mut insgesamt 1.268 Menschen das Leben rettete, die er allesamt in seinem Hotel ALS GÄSTE schützte. Das Massaker an nahezu einer Million Menschen wurde nur andeutungsweise in Bilder umgesetzt, die wiederum so beeindruckend sind, dass es keiner Steigerung bedurfte, um die grausamen Begleiterscheinungen eines irrwitzigen Gemetzels zwischen ethnischen Minderheiten darzustellen. Ein spannender und hochpolitischer Film der zum Standardprogramm einer jeden Schule in Europa gehören sollte, insbesondere in den Gebieten, in denen ähnliche Konflikte bereits eskalierten oder zu eskalieren drohen. Nur so kann sich unter jungen Menschen ein Gefühl für Andere entwickeln und der Horizont über Nasenspitzen hinaus vergrößert werden. HMcM
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