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Klavierkonzert 4/Klavierkonzert a-Moll

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Editorial Reviews: 
KLAVIERKONZERT 4/KLAVIERKONZ.


Custom Reviews: 
Atmender Beethoven ? eine Offenbarung
5 out of 5 stars.
Durch frühere Aufnahmen Hélène Grimauds wurde ich zum Kauf dieser CD angeregt. Und welch eine Offenbarung: Nie zuvor habe ich das Beethovens 4. Klavierkonzert so atmend, so packend gehört. Im Kopfsatz wie im Finale bringt Hélène Grimaud die musikalische Substanz des Konzertes zum Schwingen ? fulminant, technisch souverän und stets geistreich. Bloße Artistik ist nicht ihre Sache. Der langsame Mittelsatz, der die Pianistin nach eigener Aussage besonders fasziniert, wird hier einmal nicht abgrundtief dunkel und resignativ interpretiert, sondern behält ein lichtes Moment, gleichsam einer immer währenden Hoffnung ? wie schlüssig klingt das in Vorbereitung auf den Finalsatz!

Das New York Philharmonic wird von Kurt Masur straff und klangschön geführt. Das Orchester offenbart in dieser Einspielung eine Klangkultur, die man von den New Yorkern so kaum kennt. Das Zusammenspiel zwischen Solistin und Dirigent ist herausragend ? hier hat ganz offenkundig die "Chemie" gestimmt.

Die an dieser Stelle angebotene CD-Edition wird durch eine ältere Aufnahme (1995) des Schumann-Konzertes ergänzt. Eine ebenfalls sehr schöne, wenn auch nicht so herausragende Einspielung, in der das Orchester (DSO Berlin unter David Zinman) ein wenig Leidenschaft vermissen lässt. Wer bereits eine gute Aufnahme des Schumann-Konzertes im Regal hat, sollte zu der (etwas teureren) Original-Edition des Beethoven-Konzertes mit Hélène Grimaud greifen: Hier werden Beethovens Klaviersonaten opp. 109 & 110 zugegeben ? auch hier wogt und atmet die Musik. Und wer genau hinhört, kann die physische Energie der Pianistin hören. Man spürt vor den Lautsprechern, dass ihr Beethoven eine Herzensangelegenheit ist.

Die Vergleichseinspielungen mit Brendel, Pollini, Zimerman & Co. mögen andere, eigene Meriten haben ? aber dieser Beethoven hier macht einfach süchtig.

Michael Bessert, Gütersloh

klavierspielerinnen
5 out of 5 stars.
es ist ein psychologisch nachvollziehbares phänomen, daß künstler, deren leuchtkraft über künstlerischen bereich hinaus in die öffentlichkeit wirkt, den haß illuminatorisch bescheidener ausgestatteter zeitgenossen auf sich ziehen. hélène grimaud ist ein prägnantes beispiel: man mag die emotionalität ihrer interpretationen diskutieren, doch über ihre technischen fähigkeiten kann es seriöserweise keine debatte geben, worüber die gegenständliche einspielung ein mustergültiges zeugnis ablegt. dennoch finden sich in diesem forum zu mehreren einspielungen hélène grimauds kommentare, die in den epitheta "schülerhaft" und "amateurhaft" gipfeln. man sieht da förmlich den unerlösten klavierlehrer vor sich, der sich zu höherem berufen wähnt und dabei mit seinen hoffnungen gewelkt ist, ohne daß außer ihm noch einer den ruf vernommen hätte (nobelpreisträgerin elfriede jelinek schildert diesen typus im roman "die klavierspielerin"). an anderer stelle wird in einem solchen posting zum thema grimaud "der schöne klang, die essenz des klavierspiels" vermißt. solche kategorisierungen habe ich zuletzt in der historisch interessanten, für die aktuelle aufführungspraxis aber anachronistischen klavierschule johann nepomuk hummels gefunden. ich empfehle, sich besser an den großen pierre boulez zu halten, der hélène grimaud vermutlich mit gründen in seine geburtstags-edition der bartok-klavierkonzerte einbezogen hat.

Toller Beethoven, schöner Schumann
4 out of 5 stars.
Grimauds Spiel - jedenfalls im Beethoven - ist an keiner Stelle blass oder amateurhaft - wie es eine andere Rezension behauptet. Man muss nur die ersten Töne im ersten Satz von Beethovens 4. Klavierkonzert hören, um fasziniert zu sein von Grimauds Ausdruckskraft. Das so Versprochene erfüllt die (Live-)Aufnahme dann auch voll und ganz; eine der schönsten, wenn nicht gar die schönste Aufnahme, die ich von diesem Stück kenne - auch dank der Begleitung durch NYPO und Kurt Masur [der Vergleich mit Argerich scheitert hier ja leider daran, dass diese Beethoven 4 (noch) nicht aufgenommen hat].

Gegenüber diesem Highlight fällt der Schumann etwas ab; schön, sicherlich, aber eben nicht besonders, so voller Spannung und Ausdruck wie der Beethoven (vgl. mit Lars Vogts brillanter Aufnahme mit dem CBSO und Simon Rattle). Deshalb dann eben doch nur 4 Sterne (5 Sterne verdient das Coupling von Beethoven 4 mit zwei Klaviersonaten bei Teldec - zudem mit schönerem Cover...).

Blaß
1 out of 5 stars.
Ich kenne bereits einige Aufnahmen von Hèléne Grimaud und habe sie auch live gehört und trotz der großen Beachtung, die sie findet, finde ich nichts, aber auch gar nichts Aufregendes in ihrem Spiel. Vieles wirkt sogar amateurhaft und wenn sie etwa mit der großen Martha Argerich verglichen wird, kann ich da nur den Kopf schütteln.




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