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Requiem Op.48
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| Editorial Reviews: | |  |  | | REQUIEM |  |  | | Zum zweiten Mal widmet sich der Dirigent Philippe Herreweghe der Aufnahme des Requiems von Gabriel Fauré: Nach der in den späten 80er-Jahren eingespielten, seltener zu hörenden kammermusikalischen Frühversion des Werkes präsentiert er nun die bekanntere Fassung mit großem Orchester gemäß einer aktuellen Partitur-Ausgabe von 1998. Allerdings bereichert er den CD-Katalog nicht lediglich um eine weitere Standardeinspielung; vielmehr ist die vorliegende Aufnahme das Ergebnis einer intensiven Beschäftigung mit dem Werk, die sich u. a. auf der sprachlichen Ebene niedergeschlagen hat: Nicht die übliche italienische Aussprache des Lateinischen ist hier zu hören, sondern die gallische mit ihren nach "ü" gefärbten U-Vokalen, der Nasalierung bestimmter Lautfolgen und anderen Besonderheiten. Zunächst gewöhnungsbedürftig, erschließt sich diese sprachliche Gestalt durch die einleuchtende Argumentation im Beiheft zumindest als historisch korrekt. Ebenfalls historisch ist auch die Verwendung darmbesaiteter Streichinstrumente, die in der Tat einen wärmeren, weicheren Klang zu erzeugen vermögen, wie er wohl auch dem Charakter des Werks entspricht: Fauré legte bekanntermaßen seine ganz persönliche Auffassung vom Tod in Tönen nieder, die ihn veranlasste, bestimmte Teile des liturgischen Requiem-Textes zu streichen; die Rede von den Schrecken des jüngsten Gerichts ist hier auf ein Mindestmaß reduziert, der tröstliche Tonfall überwiegt gegenüber den wenigen aufwühlenden oder depressiven Passagen. Brillant agiert in Herreweghes Neuaufnahme der nicht allzu groß besetzte Chor: Er erreicht ein deutlich höheres Niveau als in den meisten anderen Aufnahmen des Stücks. Blass bleiben dagegen allerdings die Solisten: Johannette Zomer hätte sich eine etwas "romantischere" Stimmgebung mit einem Mindestmaß an Vibrato erlauben dürfen, Stephan Genz lässt in der gelegentlich berührten tieferen Lage die Klangfülle vermissen. Eine hervorragende Ergänzung zum Requiem ist César Francks Symphonie in d-Moll, die ebenfalls durch die historischen Instrumente sehr gewinnt und in dieser Version auch den Kenner des Stücks überraschen dürfte. --Michael Wersin |  |
| Custom Reviews: | |
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|  | Diese Aufnahme des Fauré-Requiems ist rundum sehr zufriedenstellend und geht unter die Haut. Einzig ungewohnt ist die französische Aussprache, die möglicherweise sogar authentischer sein mag. Meine Ohren sind diese allerdings nicht gewöhnt...
| |  | Nachdem Herreweghe schon vor einigen Jahren die Kammerfassung des Faurerequiems vorgelegt hat, folgt nun die Orchesterfassung dieses Werkes. Herreweghe zeigt mit dieser Einspielung wieder ganz deutlich , dass er nicht nur als Bachinterpret in die erste Reihe gehört, sondern nun auch im romantischen Repertoire seine Spuren hinterläßt. Selten habe ich die Francksche d-moll Sinfonie so auf den Punkt musiziert gehört wie in dieser Aufnahme. Alles ist klanglich perfekt ausbalanciert, nie ist die Gefahr von Leerlauf, die Musik spricht und atmet. Perfekt auch der 2. Satz der Sinfonie. Alles hat seinen eigenen Drive, die Pizzicati, Bläserkantilenen. Phänomenal! Selbst beim hören verspürt sofort das französische Kolorit. Dass der Chor im Requiem unerreicht gut singt, braucht man glaub ich sicher nicht zu erwähnen. Wie sich im "Intriot" aus dem ersten Orchesterakkord der Choreinsatz aus dem tiefsten Piano entwickelt, genial!! Wenn man nach der ersten Einspielung geglaubt hat, dass die durch die Kammerfassung gewonnene Intimität durch eine große Besetzung verloren geht, dem ist nicht so. Auch hier fügt sich ein Rädchen zum anderen. Keine Intonationstrübungen, ein perfekt ausbalanciert, schwebender Chorklang mit der präzisen Durchschlagkraft an den Fortestellen. Aber auch läuft der Chor nie Gefahr zu brüllen. Alles in allem eine perfekte Einspielung des Belgiers, die wieder in der ersten Reihe im CD Regal gehört.
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