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Haupt > Music > The Ligeti Project2


The Ligeti Project2

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Editorial Reviews: 
The Ligeti Project 2. Klassik-CD. Lontano / Atmospheres / Apparitions u.a.
The Ligeti Project -- so nennt sich die von Teldec herausgegebene Serie mit dem Gesamtwerk György Ligetis, einem der bekanntesten und wichtigsten Komponisten der Gegenwart. Auf dieser zweiten CD sind Ligetis "westliche Orchesterwerke", wie sie der Komponist nennt, zu hören. Als Kontrast hört man am Ende der CD Orchesterklänge, die eher an Bartók gemahnen: Es ist das "Concert românesc" (1951), in dem Ligeti mit realen und imaginierten Klängen der rumänischen Volksmusik spielt und dessen Aufführung vom kommunistischen Regime Ungarns verboten wurde. Daraufhin beschloss der Komponist eine Kertwende und entwickelte eine radikal dissonante und chromatische Musik. Die ersten Ergebnisse des 1956 nach Westen ausgewanderten Komponisten sind auf dieser CD zu hören.

Die Werke sind gleichsam ein Meilenstein in der Musikgeschichte und hoben Ligeti auf die Ebene der musikalischen Vorreiter. Ganz anders als Komponistenkollegen wie Boulez oder Stockhausen zentriert sich Ligeti nicht auf die Konstruktivität der Musik, sondern entdeckt ein neues Klanguniversum jenseits des Serialismus'. Er arbeitet mit Klangfarbentransformationen, mit Clustern, mit mikropolyphonen Klangnetzten und setzt dabei den Rhythmus als bisher wichtigen Faktor außer Kraft. Sein erstes, mit diesen Materialien arbeitendes Werk ist "Apparitions" (1958-59), in das er seine Erfahrungen mit der elektronischen Musik einarbeiten konnte. Der Übergang zwischen Klang- und Geräuschwelt wird zum Kompositionsmittel. Während "Atmosphères" schon in mehreren Einspielungen vorliegt, ist die vorliegende Aufnahme von "Apparitions" eine Ersteinspielung -- wie auch das "Concert românesc". Fast ungewöhnlich ist die Besetzung mit den Berliner Philharmonikern, zu deren Kernprogramm Musik wie diejenige von Ligeti nicht gerade zählt. Dennoch haben sie sich bestens auf diese Musik der flirrenden Klänge eingelassen und zeigen wieder einmal ihre interpretatorische Vielfalt. --Nina Polaschegg






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