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S & M [Vinyl LP]

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Editorial Reviews: 
Es ist jener finale und konsequente Schritt, den Metallica noch tun mußten, um endgültig die Wallhall des Titanen-Rock zu erobern und die Tür mit einem erderschütterten Schlag für immer zu verschließen. Niemand wird es fortan wagen, einen Vergleich zu dem Quartett aus San Francisco zu ziehen. Noch nicht einmal mehr aufschauen können die engagierten Jung-Metaller zu James Hetfield (Gitarre, Gesang), Kirk Hammett (Gitarre), Jason Newsted (Bass) und Lars Ulrich (Drums), weil sich die Herren in eine Höhe verabschiedet haben, in der sie mit bloßem Auge nicht mehr zu sehen, mit bloßen Worten nicht mehr zu beschreiben sind.

Zwei unschuldige Nächte im April 1999 wurden Zeuge der götterdämmernden Fusion zwischen Metal-Band und Sinfonie-Orchester: Metallica und die San Francisco Symphony trafen sich zum Sound-Clash der Titanen, um das metallische Oeuvre unter der dirigierenden Hand von Michael Kamen auf eine neue Ebene zu beamen. Mit der dramatischen Wucht von über 40 Streichern wächst etwa "For Whom The Bell Tolls" zu majestätischer Größe an, läßt alle herkömmlichen Vorstellungen über Bombast und rockenden Pomp auf das Format eines Staubkörnchens schrumpfen. Waldhörner und Kesselpauken stürmen mit aller orchestralen Kraft auf "Wherever I May Roam" ein und erschaffen so bereits im Voraus den Soundtrack für jenen Moment, in dem der auferstandene John Wayne zum Laserschwert-Showdown gegen den Imperator der Galaxis antritt, während gleichzeitig auf den Ringen des Saturn ein Wagenrennen zwischem dem Terminator und Ben Hur stattfindet.

Die vier Rocker der Apocalypse lassen sich von der 80-köpfigen Klassik-Übermacht nicht einschüchtern, beschränken sich keineswegs auf Schmacht-Balladen wie "Nothing Else Matters", sondern brettern in "Battery" oder "Master Of Puppets" mit einer Erhabenheit, als habe es sich bei Beethoven und Wagner lediglich um die Wegbereiter des Speed-Metal gehandelt. An der Wende der Jahrtausende halten Metallica alle Fäden in der Hand, um die Pop-Historie neu zu schreiben: Denn wenn sie diesen Standard halten, kann man in absehbarer Zeit auch das Wörtchen "Metal" aus ihrem Titel streichen -- dann sind Metallica endgültig die größte Band der Welt. Wer hätte das gedacht angesichts der pickligen, fetthaarigen Lederjacken-Jungs, die 1983 ausgesprochen stumpf vom Cover ihres schroffen Debüt-Albums Kill 'Em All starrten? --Björn Döring



Custom Reviews: 
metallica als quintett
4 out of 5 stars.
man kann es nicht oft genug sagen: gerade das, was metallica immer vorgeworfen wird, empfinde ich als ihre größte stärke: dass sie sich stets geweigert haben, das gleiche zweimal zu machen, dass sie sich nichts um erwartungshaltungen gesch%&§en haben, dass sie sachen wie das black album gemacht haben oder load/reload oder das coveralbum oder auch st. anger.

und auch ein orchesteralbum mit dem berüchtigten konsensweichspüler michael kamen am dirigentenpult - also ein unternehmen, das in der harten metalszene nichts anderes darstellt als den schuss mit der doppelläufigen ins eigene knie.

so sehr viele rockmusiker gegen das establishment anbrüllen, so sehr hebt es dann doch ihr selbstbewusstsein, wenn ihre musik einmal den ritterschlag der orchestrierung erfährt. auch metallica konnten dem süßen lockruf von orchestralem streichfett und gebläse nicht widerstehen.

WIE sie jedoch den widerstand aufgeben, das hat stil und klasse und größe, und genau diese stilsicherheit lässt die band dieses abenteuer nahezu unbeschädigt überstehen.

und natürlich sind es ihre songs, die einfach zu stark sind. der zuckergußss, den michael kamen hier über sie schüttet, splittert schon nach wenigen rüden hieben von lars und james in ihre instrumente wieder ab.

metallica und ihre musik haben einfach zu viel kraft, um das orchester hier mehr sein zu lassen als eine farbe. das ergebnis: metallica klingen auf einmal wie ein quintett, als hätten sie einen keyboarder in die band aufgenommen. und zwar einen sehr guten.

manche songs - wie etwa "ktulu" oder "one" profitieren ungemein von dieser erweiterung, sie werden packendes kino. andere, wie etwa "nothing else matters", rücken doch gefährlich nah ans klischee. die meisten aber verändern sich rein gar nicht. erstaunlich: selbst mit zwei tonnen klassischen instrumenten an zusätzlichem marschgepäck marschieren stücke wie "battery" genauso heftig drauflos wie eh und je.

wie viele metallica-fans höre ich "s & m" einfach, als wäre es das fehlende livealbum der band (sieht man von den mitschnitten in der "live shit"-box ab, aber die sind alles andere als ideal). was ich zugeben muss: es gefälllt mir mit den jahren immer weniger gut. Beziehungsweise, es gefällt mir theoretisch, in gedanken, immer sehr gut, und wenn ich es dann wieder hervorkrame, bin ich ein bissl enttäuscht. aber nur ein bissl.

ein sehr spannendes statement einer ganz großeb band.

Leider völlig misslungen - sehr schade
1 out of 5 stars.
An sich keine schlechte Idee, die die Jungs aus der Bay Area da hatten, auch wenn es sie vorher bereits gab (Deep Purple). Auch nach "S&M" gab es ähnliche Veröffentlichungen (z. B. Kiss: Alive IV), die ähnliche Ergebnisse brachten.

Der Einstieg ist mit dem legendären "The Ecstasy Of Gold" noch sehr gut gelungen, aber sofort beim zweiten Stück, "The Call Of Ktulu", merkt man die Problematik. Es wäre zielführender gewesen, wenn Metallica ihre Songs (besonders die komplexen wie das angesprochene Instrumental) ein wenig umgestaltet hätten. Das ist nicht passiert und die Band geht druckvoll, laut und schnell wie immer zu Werke. Das funktioniert mal recht gut ("Master Of Puppets", "One") oder sogar fast perfekt (bei den beiden neuen Stücken "-Human" und vor allem "No Leaf Clover", die extra für diese Platte geschrieben wurden), meistens sind die Ohren jedoch schlicht überfordert. Vor allem wenn bei schnellen Songs wie "Fuel" und "Battery" das Orchester einsetzt und im Prinzip gegen die Band anspielt, statt mit ihr, ist alles hoffnungslos überladen. Für mich hört sich das statt einer sinnvollen Symbiose einer Metalband mit einem Orchester (wie es später beispielsweise Nightwish, Dimmu Borgir, Cradle of Filth oder auch Luca Turilli schafften - wenn auch nicht live...) eher an, als würden zwei CDs, die zwar irgendwie zusammenpassen, aber eben nicht ineinander greifen, parallel laufen. Mit einem besseren Arrangement hätte das nicht sein müssen, denn grundsätzlich funktionieren die beiden Musikrichtungen aufgrund ähnlicher Dynamik ja durchaus vergleichbar.

Insgesamt bleibt im Endeffekt eine Metallica-Live-CD, die auch für sich genommen deutliche Schwächen hätte - nämlich was die Songauswahl betrifft. So vermisst man schmerzlich ein bis zwei Tracks des Debüts "Kill 'Em All". Das Gesamtwerk ist somit trotz des löblichen Ansatzes meiner Meinung nach völlig misslungen, was ich sehr schade finde. Vor allem wenn man die Qualität der Metallica-Songs und die musikalischen Fähigkeiten des Orchesters betrachtet. Auch die besser gelungenen Songs hätte ich nicht unbedingt mit Symphonieorchester gebraucht - daher reicht es bei mir nur für einen Stern.

Festzuhalten bleibt auch, dass dieses Album Metallica dank der "neuen" Version von "Nothing Else Matters" noch mehr Aufmerksamkeit einbrachte - was angesichts eines zu diesem Zeitpunkt beinahe 8 Jahre alten Liedes, das noch dazu vom Gesang her absolut nicht mit dem (sowieso stark überbewerteten) Original mithalten kann, ein wenig bizarr anmutet.

Metallica live und mit Symphonieorchester!
5 out of 5 stars.
Metal und Klassik auf einer Bühne vereint. Kann das gutgehen? Und wie das gutgehen kann! Metallica und das San Francisco Symphonieorchester fanden sich 1999 in einem Theater zusammen um das legendäre S&M-Konzert aufzunehmen. Symphonie verbunden mit hartem Metal, das klingt hier nicht nur wie ein sehr gewagtes Experiment sondern direkt umwerfend. Metallica live ist ja schon immer ein Erlebnis und auch für diesen Auftritt ohne Orchester hätte das ganze schon 5 Sterne verdient. Aber Michael Kamen und sein Symphonieorchester sind sogar in der Lage einige Songs zu verbessern. Wer zum Beispiel Master of Puppets (vor allen Dingen den Mittelteil) mit den Streichern gehört hat wird das Original danach irgendwie unvollständig finden. Was hier noch aus Songs wie "Call of Ktulu", "For Whom the Bell Tolls" und selbst aus "The Memory Remains" rausgeholt wird ist einfach unglaublich. Gerade einer meiner Lieblingssongs von Metallica "Bleeding Me" ist zu einer himmlischen Ballade geworden. Das gleiche gilt für die perfekte Version von "Nothing Else Matters", die das Original bei weitem übertrifft. Außerdem sind mit "No Leaf Clover" und "-Human" zwei neue Songs, die extra für dieses Konzert geschrieben worden sind, vorhanden. Ersteres gehört mit Sicherheit zu den besten Metallicasongs und auch -Human ist ein geniales Riffmonster.
Natürlich heißt das nicht das jeder Song perfekt ist. Bei einigen Liedern hört es tatsächlich so an als würde das Orchester nicht mit der Geschwindigkeit klarkommen, was auch dem wenig souveränen Taktgeber Lars Ulrich zu verdanken ist (schlimmstes Beispiel: "The Outlaw Torn" Lars wird immer schneller). Bei anderen Liedern hätte man es gleich lassen können, weil es sich anhört als würden Band und Orchester gegeneinander spielen. Doch im großen und ganzen ist dieses Experiment absolut gelungen und ein weiterer großer Schritt in der Geschichte Metallica's!

Wie gesagt: Ein Metallica-Konzert alleine verdient schon 5 Sterne und da dieses Experiment geglückt ist, hätte es sogar noch deutlich mehr Sterne verdient. Mit anderen Worten: Absolute Kaufempfehlung!

mein gott ! als nächstes werden slayer verrückt und machen mit
1 out of 5 stars.
dem prager symphonieorchester eine violinenversion von hell awaits ! das lieber lars und lieber james ( kirk hat ja nichts zu sagen und jason auch nicht ) geht gar nicht !!! grauenvoll ist noch geschmeichelt ! bei einem song - nothing else matters - drückt man ein auge zu aber dafür ein ganzes album ! ich muß erst mal nen jacki trinken ! brrrrrrrrrrrrrrrrr !!!

Was ist mit denen passiert???
1 out of 5 stars.
Was um himmelswillen ist mit dieser einst tollen Band passiert??? "Justice for all" war noch so ein geniales Album. Für mich war früher Metallica, heute ist es "Nothing else matters". Eigentlich kein schlechter Song... aber ich kann ihn nicht mehr hören!!! Hab mal in alles reingeklickt, was neuer ist und bin einfach nur entsetzt. Klar, es gibt schlechtere Musik, Veränderungen finde ich prinzipiell gut, aber das hört sich einfach nicht mehr authentisch an. Nichts mehr von dem, was mir einst gefiel. Vielleicht kommt doch irgendwann das große Comeback?! Udo Lindenberg hat ja auch aus dem Nichts wieder was geschaffen :-)




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