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DER EINTREIBER
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|  | Der EINTREIBER steht jetzt neben den beiden anderen Krimis von Heinz Herbert Kontakt Ülkü: Ein Harry Bieber Roman undObligationenim Regal. Es ist für mich schwierig, dieses Buch zu beurteilen. Der Stil hat mir gefallen; die Handlung betrifft jedoch eine Domäne, die mir vollkommen unbekannt ist. Es ist eine leicht lesbare, spannende Lektüre, die mich durch die manchmal schnoddrige Schreibweise amüsierte. Ich habe täglich ca. 40 Seiten mit Vergnügen gelesen. Mehr war mir aufgrund der kleinen Schrift nicht möglich, denn ich benötige eine starke Lesehilfe. Arbeitet man wirklich in dieser brutalen Art in dieser Branche? Jedenfalls ist dieser Witek schon ein windiger Hund. Der Roman ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber etwas total anderes als die übliche Krimikost allemal und schon alleine deshalb empfehlenswert.
| |  | Das ist ein Krimi für mich. Und der Autor kennt das Milieu. Ich kann das beurteilen, denn ich war selbst jahrelang im Außendienst mit Beitreibung zugange. Der Roman trifft die Frankfurter Szene ungeschminkt. Die Latrinenstadt Offenbach sowieso, wenn ich das einmal so sagen darf. Gefällt mir wie die Romanvorgänger Obligationen und Kontakt Ülkü. Erneut kommt mir das Format entgegen. Den Inhalt hätte man üblicherweise auf Mitte dreihundert Seiten verteilt, nur um den Roman fetter zu machen. Den Krimi empfehle ich.
| | Hoppla, das ist ja noch besser... | |
|  | Watch Video Here: http://www.amazon.de/review/R18LR9FR8KN62U Gelegentlich lektoriere ich Bücher, und wie das dann so ist, lese ich natürlich alle Bücher sehr langsam, damit ich nichts übersehe. Normalerweise kein Problem. Doch bei diesem Buch von Heinz Herbert ist mir das langsame Lesen an manchen Stellen sehr schwer gefallen. Schon der Anfang packt, der Prolog macht neugierig. Dann erhalten wir durch einen geschickten Griff in einen Lebensausschnitt einen Einblick in die Psyche der Hauptperson, des Eintreibers. Die Erzählung in Ich-Form ist sehr lebendig gehalten, wir hören förmlich den Eintreiber reden, Identifizierung mit ihm lässt sich kaum vermeiden, und so leiden und genießen wir über alle 200 Seiten.
Dabei sind eben einige Passagen dermaßen spannend, dass das langsame Lesen zur teuflischen Qual wird. Einer der Höhepunkte ist sicher die Darstellung des Boxkampfes. Ich musste förmlich das innere Auge beim Lesen schließen, damit mir Schweiß und Blut nicht ins Gesicht spritzen. Dies ist nur ein Beispiel, das demonstriert, dass der Autor weiß wovon er schreibt. Er dichtet nicht, er verdichtet eigene Erfahrung.
Daneben verwirklicht unsere Hauptperson auch den einen oder anderen Männertraum ... für Frauen dann wieder interessant, so einen "Mann" mal mit Lupe der inspizieren zu können: was geht in ihm vor, ja geht da überhaupt was vor?
Obwohl die Hauptperson, Wischnewski, keineswegs als Goodie-Goodie angelegt wurde, ist unser Mitleiden und Mitleben mit ihm fast unvermeidbar. Es gibt viele deftige Szenen, die aber in keinem Fall die Grenze des guten Geschmacks überschreiten.
Ganz zweifelsohne ist dies eine krönende Fortsetzung der Harry Bieber-Reihe. Hatte ich nach dem dritten Band noch bedauert, dass die Serie beendet ist, bin ich im Nachhinein froh. Ein Schelm, der liebe Heinz Herbert, dass er uns damals nicht verraten hat, dass er noch etwas im Petto hat, dass die Obligationen noch übertreffen wird.
Auch hier steht der Autor ganz in der Tradition der klassischen Krimis von Chandler etc. Dies aber ohne zu imitieren, sondern er schafft dabei etwas Neues. Dieser Thriller ist in vielen Dingen eindeutig heutzeitig, ohne dies zu quälen, es kommt ganz natürlich. Und somit ist das Buch quasi auch ein Zeitdokument.
Das Video gibt einen etwas genaueren Einblick :-) Eine unbedingte Kaufempfehlung für Krimifreunde!
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