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Gault Millau WeinGuide Deutschland 2009: Die 842 besten Weinerzeuger und 5709 Weine verkostet und bewertet
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| Editorial Reviews: | |  |  | | Die einzige Gefahr, die der Gault Millau. Weinguide Deutschland 2005 in sich birgt, ist, dass sich der Leser gleich nach dem Aufschlagen des Buches festliest. Stellt er doch einen Leckerbissen dar für all diejenigen, die sich intensiv und systematisch mit deutschen Weinen beschäftigen möchten. Es gibt unter anderen die Winzer des Jahres, Aufsteiger des Jahres sowie die Entdeckung des Jahres -- Siegerweine, Spitzenreiter und Spezialisten-Listen, die darauf warten, durchgesehen, gegenübergestellt und verglichen zu werden. Die größten Schnäppchen locken zum Kauf. Die süffigsten Schoppenweine, die Lieblingssekte oder die besten Winzerbrände verführen zum Ausprobieren. Gault Millau. Weinguide Deutschland 2005, das bedeutet geballte Information auf achthundert Seiten im Format von ca. 21x15 cm. Alphabetisch angeordnet werden die einzelnen Weinregionen vorgestellt, ebenso wie die einzelnen Weingüter nebst allen wichtigen Hinweisen vom Geschäftsführer bis hin zu den Öffnungszeiten und Internetadressen. Die Weine sind in einem übersichtlichen Punktesystem eingestuft, vom alltagstauglichen Getränk bis hin zum perfekten Wein, der fast jeden Preis rechtfertigt. Eine Traube bis zu fünf Trauben, die Weltklasse attestieren, erhalten die Hersteller als Auszeichnung. Wie lange der Wein trinkbar ist, kann ebenso nachgeschlagen werden, wie der Preis des jeweiligen Tropfens. Eine Auswahl von schwarz-weiß abgebildeten Weinetiketten erfreut das Auge ebenso wie das übersichtliche Seitenlayout. In dieser zwölften Ausgabe des WeinGuide finden sich zudem eine Reihe von Neuerungen. Er listet nun auch für jedes Anbaugebiet die besten Lagen auf, wobei man sich an den Klassifikationsergebnissen des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) orientiert. Ebenfalls neu: Die gastronomischen Empfehlungen, die für die betreffenden Weinbaugebiete gegeben werden. Diese beschränken sich allerdings auf die jeweilige Nennung von Restaurants etc. Hier wäre ein Hinweis auf Spezialitäten der angeführten Häuser ein sinnvoller Zusatz. Dass ein solcher WeinGuide nie abgeschlossen sein kann, versteht sich von selbst. Und so sind die Autoren ausdrücklich für Hinweise und Ergänzungen aus der Leserschaft dankbar. Gault Millau. Weinguide Deutschland 2005, unentbehrlich für alle, die auf der Suche nach fundierten, übersichtlichen Informationen und Hintergründen zu deutschem Wein sind. --Anne Hauschild |  |
| Custom Reviews: | |
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| Jedes Jahr aufs Neue ein Muss für Weinliebhaber! | |
|  | Auf die neueste Ausgabe des Gault Millau "Wein Guide Deutschland" freue ich mich jedes Jahr aufs Neue. In meinen Augen ist er ein Muss für jeden kultivierten Weintrinker, weil man sich auf die Beschreibungen der Weine in der Regel verlassen kann und bei Wein-Bestellungen selten böse Überraschungen erlebt. Die besten 855 Weinerzeuger des Landes werden vorgestellt und 6.569 Weine, die vorab verkostet wurden, werden hier bewertet. Armin Diel und Joel Brian Payne sind die Hauptautoren dieses Weinführers. Über ihre Vita liest man gleich zu Beginn Essentielles. Anschließend erfährt man, wer vom WeinGuide zum Winzer des Jahres gekürt worden ist. Diesmal ist es Bernhard Huber vom Weingut Bernhard Huber in Malterdingen , Baden. Man erfährt, dass er die deutsche Rotweinrevolution stark inspiriert hat und seinen Vorbildern aus Burgund seit Jahren schon gerecht wird, diese nicht selten sogar übertroffen hat. Aufsteiger des Jahres sind Frank und Marc Adeneuer vom Weingut J.J. Adeneuer - Ahrweiler, Ahr . Auch Sie gingen mit delikaten Spätburgundern auf die Überholspur. (Ich teste jährlich auf der VDP - Weinverkostung in Bad Kreuznach deren Weine und finde übrigens schon seit langem, dass sie Meyer - Näkel durchaus das Wasser reichen können). Die Entdeckung des Jahres ist Michael Trenz, vom Weingut Trenz in Geisenheim-Johannisberg, Rheingau. Gutsverwalter des Jahres ist Karl-Heinz Rebitzer vom Fürstlich Castelschen Domänenamt, Castell Franken. Stephane Thuriot vom Hotel -Restaurant Königshof , München, ein charmanter Franzose von der Loire, wurde zum Sommelier des Jahres gekürt . Die interessanteste Weinkarte des Jahres besitzt Josef Laufer vom Hotel -Restaurant Zum Krug, Eltville- Hattenheim. Übrigens, ein sehr schönes Lokal, das sich nicht nur der Weinkarte wegen aufzusuchen lohnt. Die Stars der deutschen Weinszene lernt man dann in der Folge fotographisch kennen. Anschließend wird der Leser über die dreizehn Anbaugebiete in Deutschland und die wichtigsten Rebsorten aufgeklärt. Man erfährt ausführlich, wie man den WeinGuide lesen soll. Die Klassifizierung der Erzeuger, die Benotung der Weine und die Auflistung der besten Weingüter , auch die Sieger des Jahres werden dem Leser gut nachvollziehbar präsentiert, die Lieblingssekte und Siegersekte der Vorjahre genannt, Siegerweine und die Spitzenreiter im Rotwein- und Weißweinbereich ( nach Traubensorten differenziert) sind aufgelistet, auch auf Schnäppchen wird im Vorfeld hingewiesen. Es folgt der WeinGuide. Hier erfährt man alles Wesentliche über die Regionen, die Erzeuger und ihre Weine. Man erhält jeweils die Anschrift des einzelnen Weingutes, eine kurze Erklärung, wie man zum Weingut hingelangt, erfährt die Verkaufszeiten, die Historie und wird auf Sehenswertes hingewiesen. Rebfläche, Jahresproduktion, beste Lagen, Rebsorten, Durchschnittsertrag sind für den Leser kein Geheimnis mehr. Auch erfährt man, wie die besten Weine eines Weingutes schmecken und was man dafür bezahlen muss. In kleinen Aufsätzen liest man Wissenswertes über die einzelnen Weinregionen im beschriebenen Jahr , mit Kopfzeilen, wie etwa Sachsen: Duett an der Spitze ( Schloss Proschwitz und Zimmerling stehen ungefährdet vorne) oder aber Mosel: Das Auslese-Jahr ( Oliver Haag in Brauneberg stellt eine fantastische Kollektion vor). Für mich ist es immer wieder interessant die Bücher der unterschiedlichen Jahre textlich zu vergleichen, die Beurteilungen zu studieren, Weine zu ordern und zu testen, ob die Aussagen stimmen. Erfreulicherweise treffen sie tatsächlich meistens zu. Deshalb auch liebe ich den Gaullt Millau WeinGuide, den ich bei Ausflügen in Deutschlands pittoreske Weingegenden immer bei mir trage und dies bislang noch nie bereut habe.
Sehr empfehlenswert!
| |  | | Der Gault-Millau-Weinführer Deutschland ist mittlerweile das Referenzwerk für deutsche Tropfen. Das hat seinen Grund nicht nur in der Tradition, die das jährlich neu aufgelegte Buch bereits hat. Es liegt auch an der fachlichen Kompetenz der Autoren: Man fällt eigentlich nicht rein, wenn man ihren Tipps für gute Produzenten und Weine folgt. Der Führer ist schön gegliedert in regionale Kapitel, die mit einer Einleitung versehen sind. Kapiteln Die einzelnen Winzer werden alphabetisch aufgeführt, versehen mit einer Betriebsbewertung von 1 bis 5 Weintrauben und ausgesuchten Weinen des letzten oder vorletzten Jahrgangs. Jedem Winzer widmen die Autoren ingesamt meist eine Seite; bei herausragenden Betrieben können es auch mal zwei sein. Die "zweite Garde", die es (noch) nicht in die Bestenliste geschafft hat, wird auch nicht vergessen und am Ende der jeweiligen Kapitel abgehandelt. Das Buch enthält zudem eine Hitliste der besten deutschen Weine des Jahrgangs, geordnet nach Rebsorte, sowie besondere Auszeichnungen für einzelne Winzer ("Winzer des Jahres", "Aufsteiger des Jahres"). All wunderbar also? Nicht ganz. Es fehlt eine Beschreibung der verkosteten Weine, stattdessen werden nur Noten verteilt (auf der Parker-Skala von maximal 100 Punkten) für die 5 bis 15 besten Weine der Kollektion eines Winzers. Wer den Führer regelmäßig kauft, dem fällt auch auf, dass die Betriebsbeschreibungen bis auf ein, zwei Absätze jedes Jahr gleich sind; auch hier würde sich mancher Leser freuen, mal etwas Neues von einem Winzer zu erfahren. Schließlich haben die Autoren für meinen Geschmack zu sehr die Tendenz, sich bevorzugt mit den (zugegebenermaßen leckeren) edelsüßen Auslesen, Beerenauslesen, Eisweinen und Trockenbeerenauslesen zu beschäftigen, die meist bei 50 Euro pro Flasche und mehr angesiedelt sind und in kleinen Mengen produziert werden. Viele interessante andere Weine eines Winzers werden deswegen oft gar nicht gelistet, obwohl sie es verdient hätten und ein breiteres Publikum ansprechen. Vielleicht wäre es möglich, dem Weinguide 2005 ein paar Seiten mehr zu verpassen, damit Platz ist für Degustationsnotizen und mehr Weine. Alles in allem: Wer den deutschen Wein (wieder-) entdecken möchte, dem sei der Gault-Millau-Führer wärmstens empfohlen!
| |  | Alle Jahre wieder und jedes Jahr ein kleines bisschen besser und zuverlässiger. Ob die acht Weingüter, die mit fünf Trauben ausgezeichnet sind, nun wirklich die deutsche Weltklasse repräsentieren oder doch nicht, darüber liesse sich sicher trefflich streiten. Ich persönlich halte die Hälfte davon für überflüssig und sehe vier andere an ihrer Stelle. Aber da sich diese alle im zweiten Glied der exzellenten Betriebe mit vier Trauben befinden, mag ich nicht hadern und buche dies unter "man kann es auch so sehen". Wichtiger ist die weitgehende Vollständigkeit. Kaum ein nennenswerter Betrieb fehlt. Der eine oder andere Erzeuger muss ein bisschen (zu)lange schmoren, bis ihm der Traubenlorbeer zuteil wird, aber eine gewisse konservative Haltung hat einem solchen Guide andererseits noch nie geschadet.
| |  | Auch wenn ich die "Affenliebe" der Redaktion für das rheinhessische Weingut Keller nicht nachvollziehen kann und auch sonst nicht mit allen Urteilen einverstanden bin - diesen Wein Guide möchte ich nicht missen, auch oder weil man sich über seine Wertungen streiten kann. Aber dies ist dann eben meist ein sinnvoller Streit um Stil und Auffassungsfragen. Was ich vermisse, sind konkrete Degustationsnotizen wenigstens zu den wichtigsten Weinen der genannten Betriebe. Das Verkostungspensum von 4.475 Weinen von 663 Erzeugern ist bei zwei Cheftestern und sechs fachkundigen Mitarbeitern im übrigen durchaus glaubhaft. Was mir beim Gault Millau besonders wichtig erscheint: bei den Newcomern und Aufsteigern liegt die Redaktion fast immer goldrichtig. Da gibt es auch für den Branchenkenner jedes Jahr neues zu entdecken. Um so mehr für den Normalverbraucher. Beispiele gefällig? Die schnelle Reaktion auf den Qualitätsaufschwung bei von Kesselstatt (Aufsteiger an der Saar) z.B.. Oder der Rainer Schnaitmann aus Württemberg, der Aufsteiger aus Württemberg. Ein Volltreffer! Ebenso in Baden: Achim Jähnisch, Martin und Fritz Wassmer. Da darf man auch mal den Premierenauftritt der vielleicht wichtigsten Neuentdeckung des Jahres verpennen. Ich meine das Weinkontor von Dirk Würtz, das man beim GM vergeblich sucht.
| | Unverzichtbares Nachschlagewerk für Wein-Genießer | |
|  | | Mit dem Jubiläumsband Ausgabe Nr.10 präsentiert sich der "Gault Millau Weinguide 2003" mit neuer Titelgestaltung. Ansonsten sind Form und Inhalt bis aufs i-Tüpfelchen gleich geblieben. Auch die Anzahl der Seiten hat sich im Vergleich zur Edition 2002 nicht geändert. Mit 663 besprochenen Winzern wird ein neuer Rekordstand erreicht, dafür ist die Zahl der verkosteten Weine leicht gesunken. Wie man von den Herausgebern Armin Diehl und Joel Payne gewohnt ist, wird dem Leser eine nahezu vollständige Palette der deutschen Spitzenweine und ihrer Erzeuger geboten. Besprochen werden hauptsächtlich die Weine des Jahrgangs 2001. Rotweinfreunde müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden: Aufgrund längerer Fassreife sind viele der edlen Tropfen erst im "Gault Millau 2004" zu finden. Nach dem problematischen und manchmal etwas "grünen" Weinen des Jahres 2000 sollte der 2001er für Winzer, Konsumenten und Kritiker eigentlich durchweg Anlass zur Freude sein. Vor allem in den klassischen deutschen Anbaugebieten wie Rheingau und Mosel-Saar-Ruwer zählt 2001 zu den sehr guten Jahrgängen. Leider jedoch konnten einige Erzeuger - darunter auch ein paar Betriebe mit Kultstatus - die in sie gesetzten Erwartungen nicht immer erfüllen. In solchen Fällen nimmt der Gault Millau (wie gewohnt) kein Blatt vor den Mund. Wo Fehler und Mängel auftreten, werden sie unverblümt beim Namen genannt. Dies geschieht aber stets in sachlicher, nüchterner und durchaus konstruktiver Weise, meist verbunden mit dem Wunsch, dass sich die Dinge bald zum Besseren wenden mögen. Man hat dem "Gault Millau" mitunter vorgeworfen, dass er zu oft und zu schnell kritisiert. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen. Soweit ich das beurteilen kann, sind die Herausgeber um Objektivität bemüht, auch was die verschiedenen Geschmackstendenzen (also trocken oder edelsüß) betrifft. Eine eindeutige Stellungnahme zu Produkten, die nicht gewisse Qualitätsmaßstäbe erreichen, ist mir bedeutend lieber als ein in gewundenen Sätzen verpackter "Verniedlichungsjournalismus" oder gar eine ungehemmte Lobhudelei, wie man sie in der Wein-Szene gelegentlich auch antrifft. Klar hat sich der "Gault Millau" mit dieser Einstellung nicht nur Freunde gemacht. Für den Verbraucher bleibt das Buch jedoch ein Glücksfall: Eine so umfassende und professionelle Darstellung der aktuellen deutschen Weine gibt es im hiesigen Sprachraum wohl kaum ein zweites Mal.
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