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Osterie d'Italia 2008/09: Über 1700 Adressen ausgewählt und empfohlen von SLOW FOOD. Gastronomische Reiseführer

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Editorial Reviews: 
Wer in diesem dicken, roten Wälzer bunte Bilder erwartet, wird enttäuscht. Hier wird man nicht mit einem Augenschmaus verwöhnt, sondern erfährt, wo das Ossobuco am besten schmeckt, die Ricotta-Gnocchi einfach unwiderstehlich sind oder das Wildschwein mit wildem Fenchel eine Spezialität des Hauses ist. Kurz: Hier steht der Gaumengenuss im Vordergrund. Und so wundert es nicht, dass die Gerichte leuchtend rot aus den Texten hervorstechen, so dass einem schon beim Überfliegen der Beschreibungen das Wasser im Mund zusammenläuft: Thunfisch Tagliatelle, gefülltes Kaninchen, Seebarsch in Salzkruste -- Köstlichkeiten, für die es sich lohnt, auch mal einen Umweg aufs Land in Kauf zu nehmen.

Sehr übersichtlich nach Landesregionen sind die Kapitel angelegt, und eine Karte hilft, sich schnell zu orientieren. Auf jeder Seite im Guide werden zwei Restaurants mit allen wichtigen Infos vorgestellt -- von Telefonnummern über Ruhetage bis hin zu wichtigen Details, wie Kreditkarten, Preisniveau, Größe und Öffnungszeiten. Kleine Vignetten weisen auf Käsereien, Weinhandlungen und andere Delikatessenläden in der Nähe hin. Vorzüglich sind die Restaurantbeschreibungen, die kenntnisreich auf Speisen und Weine eingehen. Spannende Hintergrunddetails zum Gebäude, der Geschichte des Hauses und den Gastgebern vermitteln einen guten Eindruck, welche Atmosphäre man erwarten darf.

Sicher lohnt es sich, vor einer Italienreise in diesen, übrigens aus dem Italienischen übersetzten, "Slow Food"-Restaurantführer zu investieren. Nie wieder im falschen Lokal essen gehen, nie wieder das Köstlichste der Küche verpassen! --Dorothea Fröhlich



Custom Reviews: 
Äusserst wertvolles Buch
4 out of 5 stars.
Gerade eben von unserem Toskanaurlaub zurückgekehrt, zählte dieser Führer zu den wichtigsten Utensilien der Wegweisung zu authentischer Regionalküche. Das Buch ist überwiegend gut recherchiert und jede der besuchten Osterie war ein Volltreffer. Lediglich eines der Lokale hat entweder seit Drucklegung einen eklatanten Preissprung nach oben hinter sich oder der Tester hat sich verrechnet...

über 10 Jahren nach Ersterscheinen langsam Auslaufmodell
2 out of 5 stars.
Wir haben den Führer vor Jahren erstmals entdeckt und seither fehlt er auf (fast) keiner Italienreise!

Es sei hier einmal erwähnt, dass die deutsche Übersetzung gnadenlos überteuert ist! Sie kaufen für 29 EUR (60 DEM!!) eine angeblich objektive Beschreibung und Bewertung (zwischen den Zeilen lesen!) von Gaststätten, die sich angeblich der Tradition verschrieben haben. Aber jede ausgezeichnete Gasstätte bekommt jedes Jahr einen Aufkleber für die Eingangtüre. Wie soll denn das alles neutral sein? Übrigens ist der deutsche (wie der italienische) Führer mittlerweile gespickt mit Werbung (farbige Seiten Hochglanzpapier eingelegt). Bei der Übersetzung ins Österreichische (übersetzt von einer Firma aus Wien!) wurde manchmal viel Phantasie einsetzt; teilweise ist sie einfach falsch! Dass die Marketing-Experten vom Hallwag Verlag für die dt. Edition die "exklusivere" Hartcover Variante auswählten versteht sich von selbst. Die Italienische Original Slow Food Editore Ausgabe ist mit dünnerem Papier, Taschenbucheinband (also leichter unterwegs mit zu nehmen) und kostet vor Ort zwischen 17 und 20 EUR (EVP 20,14 EUR)- Italienisch Grundkenntnisse genügen, um zu verstehen, was man im Restaurant erwarten darf.

Zeitens haben wir mittlerweile festgestellt, dass sich die Idee des Führers (Herausstellen von schönen Gaststätten, die mit lokalen Zutaten traditionelle Gerichte zubereiten und dabei preislich auf dem Boden bleiben) mehr und mehr verflüchtigt. In Italien sind Restaurant- und andere Freizeitführer (Agriturismo, Hotels, Camping etc.) mittlerweile so in Mode, dass sich fast alle (uns eingeschlossen) ausschliesslich danach richten.

Natürlich führt dies zu einer gewissen Arroganz der Gastronomen. Serviert wird nur noch aufgewärmtes, Speisekarten werden nicht mehr ausgehändigt ("ham'se den Slowfood Aufkleber am Eingang nicht gesehen?"). Ich hatte manchmal den Eindruck im Museum zu essen und dass sich die Preise werden nach Nationaliät des Gastes "bilden" (Verhandeln hilft speziell wenn die Karte fehlte!!)

Wir haben seit 4 Jahren viele schöne Osterie d'italia Restaurants und Gasthöfe ausprobiert und waren oft begeistert, manchmal aber (speziell in großen Städten und Touristengebieten) auch enttäuscht über das offensichtlich aufgewärmte oder in Massen zubereitete Essen und - letzlich - überhöhte Preise. Manche Geheimtips sind allerdings darunter. Die finden sich aber auch in anderen Führern wie "Gambero Rosso" oder "Gambero Rozzo" etc.

Fazit: die Zeit, als "Osterie D'Italia" wirklich die Geheimtips aufzeigte scheint vorbei. Und nur als "Anhaltspunkt" ist diese Investition eigentlich zu schaden. Investieren sie lieber in Italien in einem Restaurant, das Sie auf eigene Faust gefunden oder Ihnen von den Ortsbewohnern empfohlen wurde....

Italianita jenseits der Pizza
5 out of 5 stars.
Die neueste Ausgabe des Slow-Food-Führers "Osterie d'Italia" ist ihr Geld wert. Wer in einfachen Lokalen mit regionaler Küche speisen will, wer keine Lust hat das Einerlei der Menu-turistico-Küche zu "geniessen", wer Freude an bodenständiger Küche und herzhaften Tellergerichten hat, der sollte diesen Führer nutzen. In der Lombardei, in Venetien und in Rom hab ich schon eine Reihe der im Führer besprochenen Gaststätten probiert - und überall wo ich `s aus eigener Anschauung beurteilen kann trifft sein Urteil den Punkt. Ein Investment, das sich lohnt.

das wahre Leben erleben
5 out of 5 stars.
dieser Restaurant und Reiseführer hat sich als ein unentbehrlicher Begleiter erwiesen, wenn man etwas vom wahren genussvollen Italien, abseits von touristischen Trampelpfaden und jenseits von hochpreisigen Gourmettempeln erleben will. Zu beachten ist, dass der Fokus wirklich auf Osterien gelegt wird. Einfachen Lokalen mit regionaler Küche, denn das Buch wird von der Slowfood Bewegung primär für die Italiener selbst heraus gegeben. Und so findet man dann Restaurants, an denen die Touristenmassen achtlos vorbei gehen, wo man zwischen Bankdirektor und Bauarbeiter sitzt und sich vom Padrone erklären lassen kann, was heute gekocht wird. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Slowfood betragliche Grenzen für ein dreigängiges Menü mit Wein setzt, weshalb zahlreiche preisgekrönte Restaurants niemals in diesem Führer erscheinen werden. Was aber kein Nachteil ist, denn dafür gibt es genug andere (Veronelli usw.) Wenn man Touristen in den Restaurants trifft, hat meistens einer das wohlbekannte rote Buch auf dem Tisch liegen. Wer es mal riskieren will, Italien jenseits von Spaghetti und Pizza kennen zu lernen, dem sei das Buch ans Herz gelegt.

wichtiges Reisegepäck
5 out of 5 stars.
Ich habe den Führer im Veneto, in der Emilia Romana und in der Lombardei genutzt. Die Restaurants in die er mich geführt hat waren fast ohne Ausnahme erfreuliche Tips. Hier wird solides erlebtes Wissen weitergegeben und nicht - wie in vielen deutschen Gastroführern - überhebliches Geschwätz zum Teil aus zweiter Hand. Die Szene der Restaurantführer ist voller schwarzer Schafe, die die Gastwirte ausnutzen und ihre Leser für dumm verkaufen. Dieser Führer gehört nicht dazu - er ist wirklich seriös und verlässlich. Prima Leistung. In Italien sah ich im Februar 2007 die Neuausgabe des Führers, die schon wieder gute Tips hatte und eine substantielle Revision darstellte - hier arbeiten wirklich solide ehrliche Profis und nicht diese Abschreiber und Frei-Essen-Schnorrer aus der deutschen Gastrokritiker-Szene.




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