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Die Tore der Welt
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| Editorial Reviews: | |  |  | | 18 lange Jahre hat Ken Folletts nicht eben kleine Fan-Gemeinde auf eine Fortsetzung seines Bestsellers Die Säulen der Erde warten müssen. Lange hat sich der Autor geziert, bis er dem Bitten des Publikums und der Verlage endlich nachgab und sich für einen Vorschuss von immerhin 49 Millionen Euro an die Arbeit machte. Und schon nach ein paar der stattlichen 1.300 Seiten von Die Tore der Welt weiß man: Für die Verlage hat sich dieser Vertrauensbonus ebenso gelohnt wie für die Leser das Warten. 200 Jahre sind in im südenglischen Kingsbridge vergangen, wo Follett seine Geschichte auch diesmal angesiedelt hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Nachfahren der Helden von einst. Entlang ihrer Schicksale führt uns der Autor, der sich bei seinen Recherchen von gleich drei Historikern zuarbeiten ließ, ausgesprochen kundig durch die Welt des 14. Jahrhunderts: Durch Caris, die der Verbrennung als Hexe durch den Eintritt in ein Kloster entkommt, lernen wir Manches über die Pest und die mittelalterliche Medizin. Mit der Baukunst der Zeit macht uns der Architekt Merthin, Caris? Geliebter, vertraut. Auch den Gegensatz zwischen einem ebenso selbstsüchtigen wie hemmungslosen Adel auf der einen und der Masse der besitzlosen Leibeigenen auf der anderen Seite führt uns der Autor mit großer Souveränität in seiner gewohnt schnörkellos-direkten Sprache anhand persönlicher Schicksale vor Augen: ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann... Gewiss: In Wahrheit hat es wohl keine beinahe verbrannte Hexe zur Leiterin eines Nonnen- und erst recht keines Mönchsklosters bringen können. Und überhaupt muss man natürlich davor warnen, seine historische Bildung nur aus historischen Romanen zu beziehen: Dennoch: Die Tore der Welt ist eine nicht nur spannende, sondern sehr wohl auch historische lehrreiche Lektüre. -- Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de |  |  | | Fast zwei Jahrzehnte mussten Fans des Historienschinkens "Die Säulen der Erde" auf eine Fortsetzung warten. Schließlich ließ sich Starautor Ken Follett doch überreden - und legt mit "Die Tore der Welt" einen neuerlichen, 1 120 Seiten starken Ausflug ins mittelalterliche England vor. Die Bezeichnung Fortsetzung stimmt allerdings nur insofern, als dass "Die Tore der Welt" erneut in Kingsbridge spielt und einige der Protagonisten Nachfahren der einstigen Hauptfiguren sind. Ansonsten erzählt der Roman die eigenständige Geschichte von vier jungen Bewohnern des südenglischen Ortes zu Beginn des 14. Jahrhunderts, die verschiedenen Bevölkerungsschichten angehören und trotzdem eng miteinander verbunden sind. Was sich nahtlos fortsetzt, sind Folletts Themen und seine Sprache: Es geht um Freundschaft und Liebe, um Religion und Hierarchien, um das Errichten neuer Bauwerke und Kämpfe mit den Mächtigen des Landes; der Brite beschreibt ausführlich bis ausufernd, ohne psychologische Tiefe und trotzdem sehr sinnlich, legt großen Wert auf Details und sorgt durch eingestreute Kampf- und Sexszenen immer wieder für Aufreger. Eine Überraschung ist "Die Tore der Welt" somit nicht - unerwartete Kapriolen hätten die seit 18 Jahren in Wartestellung verharrenden Follett-Fans ihrem Lieblingsautor allerdings auch verdammt übel genommen. (jul) |  |  | | England im Jahre 1327. Es ist der Tag nach Allerheiligen. In der Stadt Kingsbridge trifft sich im Schatten der Kathedrale das Volk. Vier Kinder flüchten vor dem Trubel in den nahe gelegenen Wald. Dort werden sie Zeugen eines Kampfes - und eines tödlichen Geheimnisses. Merthin, ein Nachfahre von Jack Builder, dem Erbauer der Kathedrale, hat dessen Genie und rebellische Natur geerbt. Sein starker Bruder Ralph strebt den Aufstieg in die Ritterschaft an. Caris, Tochter eines Wollhändlers, hat den Traum, Arzt zu werden. Gwenda, Kind eines Taglöhners, will nur ihrer Liebe folgen. Und da ist noch Godwyn, Caris' Vetter, ein junger Mönch, der entschlossen ist, Prior von Kingsbridge zu werden. Koste es, was es wolle. Ehrgeiz und Liebe, Stolz und Rache werden den Weg dieser Menschen bestimmen. Pest und Krieg werden ihnen das Liebste nehmen, was sie besitzen. Glück und Unglück werden sie begleiten Doch sie werden die Hoffnung niemals aufgeben. Und immer wird der Schwur sie verfolgen, den sie an jenem schicksalhaften Tage leisteten. |  |  | | England im Jahre 1327. Es ist der Tag nach Allerheiligen. In der Stadt Kingsbridge trifft sich im Schatten der Kathedrale das Volk. Vier Kinder flüchten vor dem Trubel in den nahe gelegenen Wald. Dort werden sie Zeugen eines Kampfes - und eines tödlichen Geheimnisses. Merthin, ein Nachfahre von Jack Builder, dem Erbauer der Kathedrale, hat dessen Genie und rebellische Natur geerbt. Sein starker Bruder Ralph strebt den Aufstieg in die Ritterschaft an. Caris, Tochter eines Wollhändlers, hat den Traum, Arzt zu werden. Gwenda, Kind eines Taglöhners, will nur ihrer Liebe folgen. Und da ist noch Godwyn, Caris' Vetter, ein junger Mönch, der entschlossen ist, Prior von Kingsbridge zu werden. Koste es, was es wolle. Ehrgeiz und Liebe, Stolz und Rache werden den Weg dieser Menschen bestimmen. Pest und Krieg werden ihnen das Liebste nehmen, was sie besitzen. Glück und Unglück werden sie begleiten Doch sie werden die Hoffnung niemals aufgeben. Und immer wird der Schwur sie verfolgen, den sie an jenem schicksalhaften Tage leisteten. |  |  | | Ken Follett, 1949 in Wales geboren, von Beruf Journalist, wurde mit seinem Thriller "Die Nadel" weltberühmt. Brillante Erzählkunst verbindet sich in seinen Büchern mit fundierter Sachkenntnis. |  |
| Custom Reviews: | |
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|  | Ich kann die vielen negativen Kritiken durchaus nachvollziehen. Ja, es gibt nicht wirklich einen roten Faden in der Geschichte; ja, das Buch hat etwas von einer Soap Opera; ja, die Charaktere sind eindimensional: die Guten sind wirklich gut, die Bösen wirklich böse.
Aber dennoch: nach 1300 Seiten lässt mich Ken Follett gerührt zurück und mit dem Gedanken 'schade, dass es aus ist'. Es geht hier auch nicht so um den großen Spannungsbogen, der hier lose mit dem ominösen Brief, der zu Beginn auftaucht, gezogen wird. Vielmehr beobachtet man eine Hand voll Charaktere, die man zu Beginn als kleine Kinder kennenlernt, beim Heranwachsen, verfolgt deren Beziehungen zu- und miteinander und ihre Weiterentwicklungen bis ins mittlere Alter. Eingebettet ist diese Geschichte in das vierzehnte Jahrhundert, für die Atmosphäre sorgt die Pest und der hundertjährige Krieg.
Sehr schön geschildert sind die medizinischen Probleme und Behandlungsmethoden der damaligen Zeit und die Ränkespiele zwischen Klerus, Adel und dem "normalen" Volk. Ich muss sagen, ich bin beim Lesen dieses Buches immer wieder für ein paar Stunden in die damalige Zeit eingetaucht.
Also, Resümee: gut recherchiert, wenn auch geschichtlich nicht ganz korrekt, nicht perfekt. Aber das perfekte Buch, um ins Mittelalter einzutauchen und für einige Zeit das Hier und Jetzt zu vergessen und sich von den Geschichten der Hauptcharaktere davontragen zu lassen.
| |  | ich hatte schon nicht mehr geglaubt, dass Follett tatsächlich mal eine Fortsetzung zu seinem besten Werk schreiben würde. Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich mich ähnlich gut unterhalten gefühlt habe, wie von den Säulen. Die Charaktere sind recht ähnlich wie im grandiosen Vorgänger, es gibt wieder eine nette Liebesgeschichte und jede Menge Intrigen. Ken Follett kopiert sich hier zwar stellenweise selbst, aber das ist genau das, was ich von ihm wollte. Richtig gut wird das Buch im letzten Drittel, wenn der Schwarze Tot ausbricht. Das Chaos und die Anarchie werden sehr gut dargestellt. Mir hat diese Fortsetzung jedenfalls sehr gut gefallen und ich würde mir wünschen, dass sich Follett wieder öfters Historischen Romanen widmet.
| | Leider reicht dieses Beischlaf-Werk nicht an die Säulen heran... | |
|  | Zu Anfang legte ich das Buch nicht aus der Hand, da man sofort in die Handlung eintaucht. Nach der 5ten eingehenden Darstellung körperlicher Handlungen kommt mir allerdings langsam der Verdacht, Ken Follett kommt es nur auf geifernde Leser an. So nett die Bettgeschichten der Hauptdarsteller ja sein mögen, wird es auf Dauer langweilig, wenn sie bis ins Detail beschrieben werden! Und Vergewaltigungen so harmlos darzustellen, ist eher beleidigend für Frauen. Bin jetzt nur gespannt, ob die Lebenslinien der Hauptakteure in den letzten 2 Dritteln spannender werden.
| | ... Ghostwriter am Werk ??? ... | |
|  | ...ich werde den Eindruck nicht los, dass sich verschiedene Ghostwriter in dieser zusammenhanglosen Story austoben durften...
Die einzelnen Kapitel werden ohne Bezug aneinander gereiht; einfalls- und ideenlos. Das sogenannte Mittelalter wird sehr oberflächlich dargestellt...
Die Personen und Charaktere sind blass und ohne Seele...
Man findet nicht den rechten Zugang !!! - Und irgendwann sind die über 1100 Seiten voll geschrieben, ohne dass wirklich etwas passiert ist...!!!
Ein belangloses Machwerk, das eines Ken Follett in keinster Weise würdig ist...
Im höchsten Maße enttäuschend !!!
| |  | Ken Folletts Fähigkeiten als Literat und als Erzähler sind wahrhaft enorm, was hier klar zu erkennen ist. Der rote Faden des Buches verläuft nie gerade, immer gibt es unerwartete Wendungen, die Spannung lässt nie nach. Auch geht hier die Handlung nicht in einer Flut von Details unter, sie wird dadurch erst richtig lebendig und man sieht wieder einmal, dass auch die kleinsten Dinge die Zukunft entscheidend verändern können. Positiv fällt auch auf, dass der Autor weis, worüber er schreibt und man lernt wie in Die Säulen der Erde einiges über Architektur und mittelalterliche Handwerkskunst.
Ken Follett ist mit Die Tore der Welt schon das zweite Mal etwas gelungen, was andere Weltklasseautoren in ihrem Leben niemals zustande bringen: Den Leser in eine Welt eintauchen zu lassen, die tief unter der Oberfläche aus Ruhm, Ehre und Herrlichkeit liegt. Eine Welt hart und grausam, eine Welt, die auch die unsere sein könnte. Da dies hier eindeutig den Rahmen der Weltklasse sprengt, muss ich hier 5,5 von 5 möglichen Punkten vergeben.
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