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Before They Are Hanged: Book Two of the First Law (Gollancz S.F.)
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| ... wieder zu Schlamm geworden!. Joh! | |
|  | Wieder zu Schlamm geworden?... Endlich habe ich jetzt auch Königsklingen ausgelesen und ich bin froh das Abercrombie es geschafft hat mich von meinem Trauma - nämlich - dem schlechten Ende von guten Büchern, zu befreien. Abercrombie schreibt so weiter, wie ich es mir erhofft habe. Schnörkellos und zielstrebig dem Ende zu. Hier werden nicht auf den letzten 100 Seiten Dinge an der Haaren herbeigezogen und die Geschichte noch irgendwie zu erklären oder die Handlung doch noch logisch erscheinen zu lassen. Was in diesem Fall auch gar nicht nötig war. Nein, hier machen die Akteure weiter ihr Ding, denn Sie konnen gar nicht anders. Die Chancen die sie gehabt haben, sind vertan oder ihnen genommen worden. Reagieren, nicht agieren bestimmt ihr Handeln. Ihre gelebtes Leben und den damit gewonnenen schmerzlichen Erfahrungen, lässt vielen überhaupt nicht mehr die Chance anders zu reagieren. Der blutige Neuner macht sein Ding weiter - auch wenn er manchmal hofft er könnte anders sein, Ferro kann Ihre Vergangenheit genauso wenig abstreifen wie viele andere. Die Story hat keine hellen oder freundlichen Momente mehr. Die Sympathien die man im Lauf der Geschichte für den einen oder anderen aufgebaut - werden in Königsklingen wieder in Frage gestellt. Ausser Jezal machen alle wieder einen Schritt "back to the roots" und das ist aus meiner Sicht auch gut so. Ich habe niemals angenommen, dass The First Law ein Abendrot/Happyend bekommt, dazu hat Abercrombie seinen Protagonisten oft genug übel mitgespielt. Wirklich weitergekommen sind sie alle nicht wirklich, die alten Mechanismen greifen noch immer. Wie einprogrammierte Befehle, lösen bestimmte Umstände althergebrachte Verhaltungsmuster wieder aus. Nackte Gewalt, Intrigen, Hoffnungslosigkeit und Rache bestimnen das Handeln der Aktuere bis zum Schluss.
Abercrombie hat es meiner Meinung nach geschafft das Buch und die Handlung gut abzuschliessen. Das hat er vielen anderen voraus. Meiner Meinung nach schreit - das Buch nach keiner Fortsetzung. Es ist alles gesagt worden. Menschen ändern sich nur selten. Und noch seltener zu ihrem Vorteil. Zwar haben einige Akteure überlebt, aber ich glaube es kaum das wir ein Wiedersehen mit Ihnen haben werden. Der Zynismus der Bücher wird wohl kaum jemand überlesen haben. Und ich glaube auch das Abercrombie sich selber treu bleibt. das angekündigte Buch RACHEKLINGEN hat meiner Information nach nichts mit THE FIRST LAW zu tun, sondern soll sich um ein Söldnerdrama im Stile der BLACK COMPANY von Clenn Cook oder Erikson Brückenverbrennern handeln. Und da würde ich mich echt freuen, denn Abercrombie hat genau die Voraussetzungen dafür.
Fazit: THE FIRST LAW war eine hervoragendes Beispiel dafür, das es auch noch neue Pfade in der Fantasy gibt, die es sich lohnt zu erkunden. Mir haben die Bücher einen Höllenspass gemacht - und ich bin mir sicher das ich sie nicht wieder zu Schlamm werden lasse und sie bei neuer Gelegenheit wieder auferstehen lasse. Joh!
| | meisterhafte Fantasy-Trilogie | |
|  | Diese Trilogie ist wirklich ein Meisterwerk, und das aus mehreren Gründen:
1. Sie ist fertig! Drei Bücher konzipiert, dann wirklich drei Bücher in drei Jahren geschrieben. Davon könnten sich einige andere Fantasyautoren eine Scheibe abschneiden.
2. Nichts ist überflüssig. Viele Autoren beschäftigen sich ausführlich damit, eine detaillierte Welt mit Regierungsystem, verschiedener Arten von Magie usw. zu erschaffen und diese Welt genau zu beschreiben. Joe Abercrombie schafft das Kunststück eine solche Welt zu erschaffen, ohne sie so genau zu beschreiben. Das geniale ist, dass das auf ganzer Linie funktioniert. Die Welt und die Charaktere in ihr sind so lebendig und wirklich wie sie nur seien könnten.
3. (schwarzer) Humor. Die Bücher sind einfach total witzig.
4. neues in altem verpackt. Fasst man den Inhalt der Bücher zusammen, könnte man denken dass es sich hier um eine absolut klassische Fantasystory handelt. Es gibt einen einfachen Krieger, einen mächtigen Zauberer und andere, die versuchen eine böse Macht aufzuhalten. Bei genauerer Betrachtung zerfallen aber all diese Klichees, Abercrombie spielt geradezu mit ihnen. Keiner der Charaktere ist wirklich gut, die sympathischsten sind wahrscheinlich die miesesten. Das zu lesen macht einfach Laune.
5. in scharfem Widerspruch zur Rezension von linmiq: Das Ende (in "Last Argument of Kings") ist perfekt umgesetzt. Abercrombie bringt die Geschichte gekonnt zum Schluss. Dabei bleiben natürlich Fragen zu dem weiteren Leben der Charaktere offen, vieles bleibt spannend und man würde gerne mehr darüber wissen, aber das sind dann ja schon wieder andere Geschichten.
Sicher hab ich noch einige Gründe vergessen, aber eines steht fest: Das hier ist im Fantasy-Bereich das Beste seit langem!
| |  | Feuerklingen macht genau da weiter, wo Kriegsklingen aufhörte. Und das ist gut so, war Joe Abercombies Serienauftakt doch ein erfrischend anderes Fantasybuch, das zu überzeugen wusste.
Die Geschichte geht weiter, und die Charaktere werden langsam aber sicher in einen Strudel aus Gewalt und Gefahr gezogen, der seinen Ursprung in alten Auseinandersetzungen hat. Dabei wird wie im ersten Band, geblutet und gekämpft, doch nur selten erreichen die "Helden" des Buches ihre Ziele. Vielmehr sind sie menschlich, sie scheitern, trotz guter Ansätze, versagen und kommen dem Leser so näher. Sie alle haben Fehler, Probleme, Beschädigungen, die sie auch weiterhin nicht loslassen. Das Buch ist ebenso düster und schmutzig wie der Vorgänger. Man kann den Schmutz unter den Fingernägeln der Charaktere sehen, man schmeckt den metallischen Geschmack des Blutes auf der Zunge.
Das Buch lebt weniger von der Geschichte, sondern vielmehr von der Atmosphäre, den Charakteren und ihren Innenwelten. Diesmal sind die Charaktere auch weniger statisch, einer der wenigen Kritikpunkte des ersten Bandes, sondern entwickeln sich.
Fazit: Wer moderne Fantasy lesen will, liegt bei Abercombie genau richtig. Grim&gritty at ist best.
| | "We should forgive our enemies, but not before they are hanged." (Heinrich Heine) | |
|  | Die Witze werden weniger im zweiten Band der First Law Trilogie, dafür gibt es mehr Blut, Dreck und menschliche Abgründe. Zentrale Themen sind Orientierungslosigkeit und Scheitern - das Scheitern sich zu ändern, obwohl der Wille dazu vorhanden ist, das Scheitern bei wichtigen Aufgaben, obwohl man alles gegeben hat. Manchmal ist das Beste nicht gut genug und die Seite, für die man gekämpft hat, stellt sich als ebenso verwerflich heraus wie der Gegner. Dass sich das Buch dennoch gut lesen lässt und den Leser nicht in Depressionen stürzt, liegt am geschliffenen Stil des Autors, der die Geschichte mit hohem Tempo vorantreibt und actiongeladene und intime sowie düstere und humorvolle Momente miteinander abwechselt. Besonders beeindruckend ist wie Abercrombie mit den 6 Erzählperspektiven jongliert die Übergänge sind noch flüssiger geworden und treiben Handlung und Charaktere voran. Jede ist interessant und jede wird zum perfekten Moment perfekt eingesetzt, was nicht einfach ist, wenn mehrere P-Charaktere ein und denselben Handlungsstrang teilen. Mindere Charaktere wie Ferro, West oder Dogman kommen zu mehr Geltung, alte Lieblinge wie Logen Ninefingers, Glotka und Jezal faszinieren stärker denn je und sie alle durchmachen schmerzvolle Erfahrungen. Die Handlung selbst ist simpel (Quest nach dem "Samen" und Invasionsabwehr der Nordmänner und der Südländer), doch das Innenleben der Charaktere und ihre Beweggründe geben ihr eine Tiefe, die bei anderen Büchern fehlt, und sorgen für einige Überraschungen. Würde die Handlung ebenso verworren sein wie das Innenleben der Charaktere, würde das meines Erachtens dem Buch sogar schaden, weil es zusammen mit den zahlreichen Perspektivenwechsel den Leser (bzw. die meisten) überbeanspruchen und verwirren könnte. Die First Law Trilogie ist charaterorientiert geschrieben und man sollte das genießen. BEFORE THEY ARE HANGED ist ein großartiger zweiter Band in einer großartigen Trilogie und gehört mittlerweile zu meinen Top-Ten Fantasyzyklen.
Inquisitor Glotka hat ein Problem. Er sitzt in einer Stadt fest, die jeden Moment von feindlichen Streitkräften überrannt werden könnte, und muss den Mord seines Vorgängers aufklären. Den Verantwortlichen in der Union geht es dabei nicht um Gerechtigkeit oder Menschenleben, sondern um politische Vorteile. Auch im Norden sterben tausende Menschen aufgrund innerpolitischer Zwistigkeiten. Die Union ist nicht in der Lage den Nordmännern eine geeinigte Front zu zeigen und König Bethod eilt von einem Sieg zum nächsten. Major West tut sein Bestes um den Kronprinz Ladisla zu unterstützen, doch der Prinz ist ein Fop und seine Armee eine Schande. Inzwischen haben sich Logen, der Barbarenkrieger, Captain Jezal und die ehemalige Sklavin Ferro unter der Führung des Magiers Bayaz auf die Quest nach dem "Samen" begeben, einem geheimnisvollen Artefakt, das Khalul und seine Menschenfresser vernichten soll. Doch der Magier ist nicht so edelmütig wie er scheint und verbirgt dunkle Geheimnisse.
First Law Trilogy: THE BLADE ITSELF ("Kriegsklingen" von Heyne) - BEFORE THEY ARE HANGED (Feuerklingen) - LAST ARGUMENT OF KINGS
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